...fahren  -  Furt   -   Fürth

Du stehst an der Maxbrücke. Sie spannt sich beim Fischhäusla und der Förstermühle über die Rednitz. Der Verkehr braust über sie. Wie das geht und hastet und fährt und radelt: Fußgänger und Autos, Radfahrer und Motorradfahrer. Geduldig wölbt die Brücke ihren Rücken. Dazu ist sie da. Sie freut sich ein Ufer mit dem anderen zu verbinden und die Menschen über sich zu führen!

Ganz anders war das früher. Im Mittelalter führte die hölzerne Badbrücke über die Rednitz. Kaiser, Fürsten und Ritter zogen über sie zu den Nürnberger Reichstagen. Kaufmannszüge rollten in die andere Richtung zu der Frankfurter Messe. Auf Schusters Rappen wanderten die Handwerksgesellen zu ihren Meistern.

Noch früher um das Jahr 800 war überhaupt noch keine Brücke da. Die Handwagen und Fuhrwerke mussten von Zugtieren über die Furt gezogen werden. König Karl sicherte die Furt durch die Errichtung des Königshofes und  der Martinskapelle. So wichtig war ihm der „Ort an der Furt“. Wichtige Straßen und Handelswege kreuzten danach hier und brachte die Menschen zu fernen Orten.

Heute geht das alles viel schneller. Mit Auto, Bussen und Bahnen brausen die Menschen über die Brücken der Flüsse. Aber noch immer erinnert uns der Name der Stadt Fürth an die Gründung des Ortes an der Furt. Denke einmal darüber nach: fahren – Furt – Fürth.

 

            Foto: Stadtarchiv Schloss Burgfarnbach

Die alte Maxbrücke, die während des letzten Krieges zerstört wurde. Auf der linken Seite sieht man das Eck des ehemaligen Fürther Schlachthofs und auf der rechten Seite die Speisegaststätte "Fischhäusla". Im Zuge des U-Bahnbaus wurde das "Fischhäusla" abgerissen und die Maxbrücke neu gestaltet, die der alten Brücke nachempfunden wieder aufgebaut wurde.

aus: http://www.mneme.de/vma/txt/deu/fuerth/archiv/maxbruecke.html Das Tagebuch der Stadt Fürth

 

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